Oldtimerfreunde Feuerwehr Solingen e. V.
Verein zur Erhaltung und Pflege
alter Feuerwehrfahrzeuge und -geräte

Chronik


Vorgeschichte

Im Jahr 1988 beging die Feuerwehr Solingen ihr 125-jähriges Bestehen. Ein Programmpunkt der geplanten Veranstaltungen sollte eine Ausstellung und ein Umzug mit alten Feuerwehrfahrzeugen und –geräten sein.
 
Im Bestand der Feuerwehr Solingen waren drei Magirus-Löschfahrzeuge, einige Schlauchkarren, einige Handruckspritzen und eine Holzleiter aus dem Jahr 1892.
Um nun das Angebot zu erweitern, besuchte man Feuerwehrfeste und Oldtimertreffen mit
dem Ziel, weitere Teilnehmer für diese Veranstaltung zu gewinnen. Bei diesen Besuchen stellte man fest, dass die eine oder andere Feuerwehr ihre alten Fahrzeuge nicht verkauften oder verschrotteten. Man behielt die Fahrzeuge, die dann von interessierten Feuerwehrangehörigen gepflegt und erhalten wurden.



Vereinsgründung


Einige Solinger Feuerwehrleute brachten nun die Idee auf, auch alte Feuerwehrfahrzeuge der Feuerwehr Solingen zu erhalten und zu restaurieren. Unterstützung fand dieser Vorschlag bei der Feuerwehrleitung und dem damaligen Dezernenten.

Grundstock dieses Vorhabens bildete eine s.g. Rundhauberdrehleiter aus dem ehemaligen Bestand der Feuerwehr Solingen.

Dieses Fahrzeug wurde 1978 an die Gemeinde Feldbach (Steiermark) verkauft und ging nach der Ausmusterung in den Besitz der Nachbargemeine Bad Gleichenberg über.

Nachdem bekannt wurde, dass dieses Fahrzeug verschrottet werden sollte, kauften die Solinger Kameraden die Drehleiter für 2.000 DM.

Das Fahrzeug wurde nach Solingen überführt und eine engagierte und aufwendige Restaurierung begann, rein aus privater Initiative,
mit Unterstützung des Feuerwehramtes. Dieses Fahrzeug ist heute im Besitz des Vereines.
 

Im Bestand der Freiwilligen Feuerwehr Solingen befanden sich weiterhin einige Fahrzeuge, die aus dem Fahrzeugpark der Berufsfeuerwehr hervorgingen. Die Überlegung, auch diese Fahrzeuge künftig zu erhalten, statt zu verschrotten, brachte die Frage auf: Wie kann man die Finanzierung zum Erhalt und zur Pflege der Fahrzeuge ermöglichen?

Es wurden deshalb Überlegungen hinsichtlich der Gründung eines Vereines angestellt. Damit sollte erreicht werden, dass bei freier Nutzung der "Oldtimer" durch den Verein, die Unterhaltung der Fahrzeuge durch Mitgliedsbeiträge aktiver und fördernder Mitglieder sichergestellt würde.

Darüber hinaus würde ein derartiger Verein freizeitliche Aktivitäten durch Teilnahme
- an Oldtimertreffen
- an Feuerwehrsternfahrten
- an sonstigen Jubiläumsveranstaltungen
- an Ausstellungen u.ä.
für die Mitglieder bieten.

Am 31. März 1990 fand die "Gründungsversammlung" statt, an der 42 interessierte Personen teilnahmen.

Der in dieser Versammlung kommissarisch gewählte Vorstand erstellte eine Satzung, mit der am 26. Februar 1991 der Verein in das Vereinsregister eingetragen wurde. Die Gemeinnützigkeit des Vereins wurde durch das Finanzamt Solingen im April 1991 bestätigt.
Das Verhältnis zwischen dem Verein und der Stadt Solingen bezüglich der Nutzung der Fahrzeuge wurde vertraglich geregelt.

Dem Verein stellte man zur Unterstellung der Fahrzeuge eine alte Fabrikhalle an der Mangenberger Straße zur Verfügung.
 
Diese Halle war bis dahin eine Art Aussenlager der Feuerwehr Solingen.
 
Die Vereinsmitglieder enrümpelten die Halle und errichteten auf der ehemaligen Werkzeugempore zwei gemütliche Aufenthaltsräume mit Mobilar aus Gaststätten, die ihren Betrieb eingestellt hatten.

Was mit dem Rückkauf der "Rundhauber-Drehleiter" begann, hat sich dergestalt entwickelt:

Aus dem Bestand der Feuerwehr Solingen sind dem Verein mittlerweile anvertraut:

2 Löschfahrzeuge (Typ LF16)
1 Tanklöschfahrzeug (Typ TLF16)
1 Sonderlöschfahrzeug (Typ SLF 16
1 Löschfahrzeug (Typ LF 8)

     
     
     


Vergleichbar zum Vorgang mit der Rundhauber-Drehleiter hat der Verein von der Feuerwehr Stumm (Zillertal) eine Eckhauber-Drehleiter übernommen. Dieses Fahrzeug wurde 1978 an die Feuerwehr Stumm verkauft, wo sie bis zum 26.10.1997 im Einsatz war.

Die Freiwillige Feuerwehr Stumm kaufte zu diesem Zeitpunkt eine Solinger Drehleiter Typ DLK 23-12 und überließ diese Eckhauberleiter kostenlos dem Oldtimerverein zur Restaurierung.

     


Aus dem Bestand der Werkfeuerwehr Rasspe kaufte der Verein einen Kombi, wie er in früheren Jahren auch bei der Feuerwehr Solingen genutzt wurde.



Letztendlich kaufte der Verein zwei Schrottfahrzeuge vom Typ VW-Variant. Aus diesen beiden Karosserien wurde ein Kommandowagen gefertigt, wie er auch in früheren Jahren bei der Feuerwehr Solingen im Einsatz war.



Vereinsleben

Neben den normalen Veranstaltungen und Treffen innerhalb des Vereines, Tottertreffs der Pensionäre der Berufsfeuerwehr, Fahrten zu Oldtimertreffen und
Ausstellungen bei Jubiläen von Feuerwehren bildeten die Teilnahmen an den "Internationalen Feuerwehrsternfahrten" (Veranstalter IFSO-Kärnten) Höhepunkte dar.

Im Jahr 1989 fuhren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr erstmalig mit einem Rundhauber-Löschfahrzeug zur Sternfahrt nach Bischofshofen und brachten wertvolle Erkenntnisse über derartige Veranstaltungen mit.

Im Laufe der Jahre fuhren wir mit unseren alten Schätzchen

1993 Nach Gyla (Ungarn)
1995 Nach Meppen (NRW)
1997 nach Ebeltoft (Dänemark)
1999 nach Krumpendorf (Österreich)
2001 nach Bruneck (Südtirol)
2003 nach Schlema (Sachsen)
2007 nach Stumm (Österreich)
2011 nach Frankfurt/Oder Sachsen)
2013 nach St. Kazian am Klopheiner See (Österreich)

Nicht immer verliefen diese Fahrten ohne Zwischenfälle. Neben Reifenplatzern verursachten Motorprobleme den Rücktransport Huckepack durch den ADAC oder auf einem Tieflader (gestellt durch ein Solinger Bauunternehmen). Im Jahr 2007 auf der Fahrt nach Stumm geschah ein dramatischer Unfall. Die Eckhauberleiter verunfallte auf der Autobahn und stürzte um. Das Fahrzeug wurde geborgen und anschließend mit der Unterstützung zweier Solinger Unternehmen nach Solingen gebracht. Nach einer sehr aufwendigen Reparatur steht das Fahrzeug im Ursprungszustand wieder dem Verein zur Verfügung.

Der Neukauf eines Führerhauses war leider erforderlich.



Im Zuge des Neubaus des Gerätehauses der Löscheinheit 3 wurde das alte Rolltor unserer Halle ausgebaut und das Falttor der dortigen Halle eingebaut. Notwendige Maurerarbeiten erfolgten durch ein Vereinsmitglied.
Vorteil: Größere Durchtfahrtbreite für unsere Fahrzeuge.



Der Verein blickt nun im Jahr 2015 auf ein 25-jähriges Bestehen zurück. Dem Verein gehören 2015 97 Mitglieder an, die mit ihrem Mitgliedsbeitrag die finanzielle Grundlage des Vereins sicherstellen.

Glücklicherweise befinden sich unter den Mitgliedern auch solche, die sich im Bezug alter Fahrzeugtechnik auskennen und Mitglieder, die allgemein technisch versiert sind. Ihr Wissen und ihre Fähigkeiten sind für den Verein mehr als wichtig.

Auf der einer Internetseite wollen wir auch Außenstehenden den Verein näher bringen und Interesse wecken.


 

Kontakte:
Oldtimerfreunde Feuzerwehr Solingen e. V.
Mangenberger Str. 83
42655 Solingen
Telefon: 0212/207984 (Anrufbeantworter)
Kontakt persönlich:
mittwochs ab 18:30 Uhr an obiger Adresse
Kontakt über Internetseite (Kontakte)